Fragen und Antworten (FAQ) zum Neubau der WEILBURGER Coatings GmbH im Investzentrum Beselich

 

Erweiterung der Produktionskapazität

Die WEILBURGER Coatings GmbH, das Stammhaus der GREBE Gruppe mit Sitz in Weilburg, verzeichnet in den letzten Jahren stetige Zuwachsraten. Das Wachstumspotential im Werk Weilburg ist erschöpft, die Kapazitätsgrenze ist erreicht, Erweiterungsmöglichkeiten sind nicht mehr vorhanden. Der Standortentscheidung ist neben der Überlegung, einen anderen deutschen Lackhersteller zu erwerben, eine umfangreiche Suche in der Region nach einem entsprechenden Areal vorausgegangen.
Wir haben uns für das Beselicher Investzentrum, ca. 15 km von Weilburg entfernt, als zusätzlichen Produktionsstandort entschieden. Das topographische Profil sowie die Lage dieses Areals, die Erreichbarkeit für LKWs als auch die räumliche Nähe zu Autobahn und B49 waren entscheidende Standortkriterien.
Nach Mitteilung der Geschäftsführer Frank Gläser und Antonio Cuddemi soll nun im "Beselicher Investzentrum" unter anderem ein sog. Backup-Standort für Weilburg entstehen.
Auf einer Fläche von 4 ha (+ 2 ha Option) wird in Beselich ein "grüner" Produktionsstandort für umweltfreundliche Lacksysteme gebaut werden. Im ersten Bauabschnitt soll bis Jahresende eine ca. 5-7000 m² große Produktionshalle errichtet werden. Mit der eigentlichen Produktion soll dann Mitte 2014 begonnen werden.
Frank Gläser bestätigt, dass Weilburg als Unternehmenszentrale verbleibt und der Produktionsstandort Beselich als Betriebsstätte von Weilburg geführt wird.

 

Fragen und Antworten (FAQ)

Die WEILBURGER Coatings GmbH erfüllt den hohen Standard der DIN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) und wird regelmäßig unabhängig auditiert. Selbstverständlich wird der Standort Beselich in dieses Umweltmanagementsystem integriert.

1.   Was bedeutet "grüne Lackproduktion"?
Einerseits die Herstellung umweltfreundlicher Produkte (UV-Lacke, wasserbasierende Lacke, lösemittelarme Lacke), andererseits umweltfreundliche Produktionsbedingungen in geschlossenen Systemen.

2.   Wird eine Geruchsbelästigung entstehen?
Durch den Einsatz einer Abluftreinigung wird keine Geruchsbelästigung entstehen.

3.   Welche geplante Abluftreinigung wird eingesetzt und warum?
Derzeit ist eine absorptive oder biologisch wirkende Anlage geplant. Eine thermische Nachverbrennung ist aufgrund der geringen Lösemittelmengen und des entstehenden CO2 weder wirtschaftlich sinnvoll noch ökologisch wünschenswert.

4.   Wird eine Genehmigung nach BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz) benötigt?
Die geplante Produktion muss nicht gemäß BImSchG genehmigt werden, unterliegt aber der 31. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung), das heißt unter anderem, dass eine Abluftreinigung installiert wird.

5.   Welche Grundstoffe kommen zum Einsatz?
Bei der Lackherstellung werden flüssige Bindemittel, teilweise organische Lösemittel, Pigmente, Füllstoffe und Additive eingesetzt. Einige dieser Stoffe sind kennzeichnungspflichtig. Die jeweils geltenden Auflagen und Sicherheitsvorkehrungen werden hierbei durchgängig realisiert.

6.   Können Gefahrstoffe in die Umwelt gelangen?
Es können keine Stoffe in die Umwelt gelangen, da gemäß WHG (Wasserhaushaltsgesetz) Vorkehrungen getroffen werden (spezielle Bodenwanne, Tankwagenentladestation, etc.), die eine Freisetzung von Rohstoffen und oder Produkten in die Umwelt verhindern.

7.   Werden CMR-Stoffe eingesetzt?
Es werden grundsätzlich keine CMR-Stoffe eingesetzt.

8.   Ist eine Produktion, die auf Nano-Technologie basiert, geplant?
Es ist keine Produktion, die auf Nano-Technologie basiert, geplant.

9.   Welche Abfälle entstehen?
Neben den normalen Hausabfällen entstehen Abwässer und Lackabfälle. Diese werden von speziellen Unternehmen entsorgt und, soweit möglich, recycelt.

10. Was passiert mit den Abwässern?
Lediglich die normalen Haushaltsabwässer gelangen ins Abwassernetz. Alle anderen Prozessabwässer werden wie unter Punkt 9 beschrieben, behandelt.

11. Ist die verkehrstechnische Anbindung an die B49 ausreichend?
Die verkehrstechnische Anbindung an die B49 ist ausreichend. Der An- und Abtransport an den Standort ist mit der bestehenden Straßenführung sicher gewährleistet.